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Unser Körper ist die größte Plaudertasche :-)

15/3/2022

Einen großen Einfluss auf die Kommunikation haben sowohl die Sprache unseres Körpers als auch unsere Stimme. Dieser bedeutsame Aspekt wird manchmal bei Präsentationen sowie in wichtigen Gesprächen vernachlässigt. Während die Aufmerksamkeit hauptsächlich auf den Fakten und den fachlichen Inhalten liegt, findet der Einsatz von Körpersprache und Stimme meistens im Unterbewusstsein statt. 

Folglich werden ständig Botschaften durch die nonverbale Kommunikation übermittelt, derer wir uns nicht bewusst sind. Es wird nicht umsonst gesagt, unser Körper ist die größte Plaudertasche der Welt :-). Auf diese Weise können verschiedene Emotionen, wie Unsicherheit, Nervosität, Ärger etc., dementsprechend durch die Körpersprache und die Stimme von anderen, bewusst oder unbewusst, wahrgenommen werden. 

Einige dieser Signale und ihre Wirkung schauen wir uns heute anhand der drei klassischen Themen beim Präsentieren an:

Achten Sie auf Ihre Hände

Manche Menschen brauchen etwas, an dem sie sich bei Aufgeregtheit „festhalten“ können. Wer einen Stift oder andere Gegenstände in den Händen hält, sollte darauf achten, nicht zu viel damit herumzuspielen, denn die Möglichkeit besteht, dass die Nervosität dadurch verstärkt sichtbar wird. Ähnlich wirkt das "Zuppeln" an der Kleidung oder das Spielen mit den Haaren. Das könnte Ihre Gesprächspartner oder Ihr Publikum von den wesentlichen Botschaften ablenken.

Harmonie zwischen Worten und Ausdruck

Die Grundlage einer gelungenen Kommunikation besteht darin, dass die getroffene Aussage mit der Körpersprache sowie der Tonlage übereinstimmt. Besonders hier gibt es viel Spielraum für Widersprüche und Diskrepanzen, wodurch folglich die Glaubwürdigkeit leidet. Nehmen wir den Fall, der Redner möchte zur Begrüßung sagen, wie sehr er sich über das zahlreiche Erscheinen seiner Zuhörer freut. Wenn aber diese Worte von hängenden Schultern, unglücklicher Mimik und einer monotonen oder sogar genervten Stimme begleitet werden, wird ihm keiner die ausgesprochene Emotion abnehmen. Wer keine Freude empfindet und nur so "tut als ob“, läuft Gefahr, dass das Gesagte eher als aufgesetzt wahrgenommen wird.

Lebendigkeit in der Präsentation

Bedeutende Bestandteile der Körpersprache sind die Mimik und Gestik. Sie sind ein weiterer natürlicher Ausdruck unserer Emotionen und unterstreichen die verbalen Schilderungen. Auf Grund dessen entscheiden die Zuhörer bzw. die Gesprächspartner intuitiv, ob sie dem Redner Glauben schenken, wie sie ihn einschätzen und welchen Sympathiewert sie vergeben. Diese zuvor genannte Natürlichkeit geht beispielsweise durch Anspannung in Präsentationen zeitweilig verloren. Eine bewegungslose Mimik oder eine verkrampfte Arm- und Handhaltung können einige der ungewollten Folgen sein. In solchen Situationen ist es wirksam, wieder emotional in das Thema einzusteigen. 

Alle gerade genannten Verhaltensweisen sind zum größten Teil für den Redner selbst unbewusst. Vielfach handelt es sich um mechanische Vorgänge, die irgendwann zur Gewohnheit geworden sind. 

Um sich zu reflektieren, betrachten Sie sich einmal selbst oder lassen Sie sich mit einer Kamera aufnehmen, wenn Sie vor Gruppen sprechen. Möglicherweise werden Sie Interessantes beobachten, was Ihnen vorher in dieser Form noch nicht aufgefallen ist.

Wer mehr über die Wirkung von Körpersprache und Stimme erfahren möchte, ist herzlich zum Seminar „VortragsKunst“ eingeladen. Hier geht es weniger darum, sich zu verbiegen, sondern um natürliches Auftreten und Sicherheit beim Präsentieren. Weitere Informationen finden Sie hier... 


Kategorien: Kommunikation